Kannst Du Dich dran erinnern, wie Du schon einmal jemanden getröstet hast? Und hat es vielleicht für Dich selbst auch eine beruhigende Wirkung gehabt?

Wir Menschen sind so gestrickt, dass wir Gefühle gemeinsam empfinden können. Oft „spiegeln“ wir die Gefühle von anderen, ohne es zu merken. Auf diese Weise können wir uns gegenseitig mit Gefühlen „anstecken“. Das gilt natürlich sowohl für gute als auch für schlechte Gefühle. Probiere aus, ob Du Dein Kind mit Zuversicht, Trost und Mut anstecken kannst! Du kannst ihm oder ihr zum Beispiel fragen:

Welches Deiner Kuscheltiere braucht heute eine Umarmung“?

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Hilf Deinem Kind, ein Kuscheltier auszusuchen, das gerade ein bisschen traurig oder ängstlich ist, weil es sich vielleicht ganz alleine fühlt oder nicht weiß, was als Nächstes passieren wird. Suche Dir selbst ein Kuscheltier aus und mache Deinem Kind vor, wie man es trösten kann.

Beim Trösten eines Lieblingskuscheltiers kann Dein Kind ein Gefühl von Sicherheit und Kompetenz erfahren.

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Bitte Dein Kind, das Kuscheltier fest in den Arm zu nehmen und frag: „Kannst Du Dich um ihn kümmern?“

Wenn Du magst, kannst Du Deinem Kind die „Schmetterlings-Umarmung“ vormachen. Hierbei klopft man sich selbst sanft und abwechselnd rechts und links auf den Oberkörper. In einem Tempo, das einem selbst gefällt.

Beobachte, ob sich dabei irgendwelche Veränderungen bemerkbar machen: Atmung, Muskelspannung, Gesichtsausdruck?

Die “Schmetterlings-Umarmung” hilft dem Nervensystem, Stress-Überlastung auszugleichen. Das kann sich an der Atmung, dem Blick, der Muskelspannung und der Stimme bemerkbar machen.

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Du und Dein Kind trösten dann die Kuscheltiere gemeinsam. Achte darauf, ob sich bei Deinem Kind etwas verändert – Atmung, Muskelspannung, Gesichtsausdruck?

Welche Veränderungen merkst Du bei Dir selbst? Wenn es eine angenehme Veränderung gibt, kannst Du Dein Kind ermutigen, indem Du ihm oder ihr spiegelst, wie die Umarmung und das Trösten helfen?

Kannst Du Deinem Kind dabei helfen zu bemerken, ob sich etwas im Inneren durch das Trösten verändert?

Welche Veränderungen bemerkst Du bei Dir selbst und Deinem Kind?

Gesicht – angespannt oder gelöst?

Atmung – flach oder tief?

Muskeln – fest oder locker?

Stimme – weich oder “gepresst”?

Bewegung – von still zu lebhaft, oder von aufgeregt zu ruhig?

VERSUCHE, DEINEM KIND DABEI ZU HELFEN, SEINE ODER IHRE GEFÜHLE ZU VERSTEHEN

Kann Dein Kind selbst beschreiben, was er oder sie im Inneren bemerkt?

Äußert er oder sie irgendwelche hilfreichen, neuen Ideen?

Du kannst probieren, die Gefühle Deines Kindes zu erraten und schauen, ob Du richtig liegst… oder auch nicht! Wir können zwar keine Gedanken lesen, aber indem wir neugierig sind und nachfragen, ob unsere Einschätzungen richtig liegen, können wir Kindern das Gefühl geben, gesehen und verstanden zu sein.